Mittwoch, 11. Februar 2015

Run Forrest, Run! - Nein, nicht du, Zeit, bleib! - Part I

Das Leben als Austauschschüler ist wie eine Schachtel Pralinen: Nicht nur, weil die meisten Austauschschüler an Gewicht zunehmen (ich konnte es bislang noch in Grenzen halten, Soccer sei Dank, aber dazu später), sondern weil es einfach awesome ist...aber sich auch in viel zu großen Schritten dem Ende nähert.

Da fängt man gerade an sich an alles zu gewöhnen, und dann steht auch schon das Mid-Stay Camp an. Im Klartext, mehr als die Hälfte ist bereits rum, aber dennoch fängt es gerade jetzt erst richtig an, aber alles der Reihenfolge nach:

Nachdem die ganze Festtagsstimmung innerhalb mehrerer Stunden wieder säuberlich in Kartons bis nächstes Jahr verschwunden war, stand auch schon das nächste große Event an, mein 18. Geburtstag. Obwohl, so groß war das Event nun doch nicht, nicht mal Feuerwerk gibt es hier in den USA. Und wirklich größer geworden bin ich durch das de jure Erwachsensein auch nicht.

Da ich jetzt ja bereits im Eiltempo aufs Rentenalter zugehe, war es Zeit für einen mehr "sophisticated" Zeitvertreib. Und was bietet sich da noch besser an als Falschparker aufzuschreiben oder anderen Wutrentnertätigkeiten nachzukommen? (Funfact: Wenn man "Wutrenter" auf YouTube eingibt, ratet mal wen man da als erstes findet...:) )

Golfen.


"Man bringe mir mein Monokel"
Um nun aber wieder die Wogen zu glätten zwischen mir und den golfspielenden Lesern: Es ist wirklich schwerer als es aussieht! Hut ab für jeden der wirklich weiß was er tut, und nicht nur wie ich wahllos versucht irgendwelche Ziele zu treffen und es dann auch wirklich tut.

Was eignet sich besser als Stärkung nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Partie Golf?
Ich weiß es bis heute nicht, diese Southern Spezialität ist es allerdings nicht. Chicken und Waffel? Das passt nämlich ungefähr so gut zusammen wie PEGIDA und Toleranz ("Linksgrünversifte Lügenpresse, ihr habt bloß noch nicht das Positionspapier gelesen! Ich geh ja auch manchmal Döner essen" )



Nun gut, genug davon, weiter gehts, hab genug aufzuholen.

Was war noch? Ach ja, noch mehr Essen (wie war das mit dem nicht zugenommen? ) 


So, hätten wir dieses Thema auch abgehakt.

Als es dann wieder zurück zur Schule ging, stand die nächste Herausforderung an, Try Outs für das Soccer Varsity Team, oder zu Deutsch das Auswahltraining für die erste Fußballmannschaft der Schule. 
Ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt dank meines gebrochenes Armes, ging es dann langsam aber sicher wieder regelmäßig für mich darum, das Runde im Eckigen zu versenken.

Über zwei Wochen lang wurde als Vorbereitung täglich bis zu 5km gelaufen, gesprintet, und Ballführung geübt, was, um es kurzzufassen, dennoch nicht gereicht hat, um für die erste Mannschaft aufzulaufen.


Dementsprechend enttäuscht habe ich mich in den Tagen danach zum ersten Mal dem Volunteering gewidmet, also dem ehrenamtlichen Arbeiten. Zunächst mit anderen AFS Stipendiaten darauf aufgepasst, dass kleine Kinder auf dem "Ice Festival" nicht ins Lagerfeuer laufen, und die Woche darauf mit dutzenden Anderen mitgeholfen, Häuser zu bauen.
Beides war eine großartige Erfahrung für mich, mit der ich liebendgerne versuche wenigstens ein wenig zurückzugeben, was mir ermöglicht wurde dank des CBYX-Stipendiums!





Wenn wir schon mal beim CBYX-Stipendium/PPP-Stipendium sind: das Department of State hat das Budget für das Stipendium gekürzt, und es scheint, als ob man sich langfristig davon lösen möchte.

Um das Programm zu retten, wurde vor einer Weile eine Petition gestartet, die sicherlich noch mehr Unterstützung benötigen kann. Vermutlich könnte ich jetzt eine ellenlange Liste an Dingen aufzählen, warum dieses Programm so wichtig ist, aber um es kurz zu fassen: Es hat mein, und das Leben vieler anderer jungen (oder auch mittlerweile nicht mehr ganz so jungen) Menschen geprägt und verändert, und es liegt jedem Einzelnen von uns sehr am Herzen! Deswegen, bitte unterschreibt!

PS: Hallo Eric, Hello Mr. Eric's Hostdad, thanks for reading, I hope yall enjoy! :)



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