Mittwoch, 27. August 2014

"Heute Frankfurt, Morgen Atlanta - Übermorgen die Welt?"

So, endlich, auch ich melde mich mal wieder zu Wort, diesmal halt nicht aus Deutschland, sondern nun tatsächlich aus Atlanta, wirklich...wirklich wirklich, kaum zu fassen, aber: Wirklich!

Natürlich könnte ich jetzt mit irgendwelchen Floskeln wie "Gut Ding braucht Weile" ankommen oder so, aber nö. War schlichtweg zu "busy", zu beschäftigt, zu viel Neues, zu viel zu Entdecken, und eh gefühlt immer nur 39 Minuten Schlaf.

Und da kann ich ja auch gleich anfangen, wo am besten? Genau, am Anfang:

Nach 8 1/2 Stunden Flug mit dem größten Passagierflugzeug der Welt habe ich dann, nach einer ziemlich "abrupten" Landung das erste Mal amerikanischen Boden betreten. Immigration und Co. lief alles erstaunlich problemlos, nur leider konnte man nicht wirklich was sehen, dennoch war jede Kleinigkeit aufregend und spannend zu beobachten. Auf dem Weg mit dem Auto vom JFK zum La Guardia Airport ist zwar mehrere Male die berühmte New Yorker Skyline aufgeblitzt, jedoch zu kurz um ein gescheites Foto zu machen...dafür war der Weiterflug umso spektakulärer!


Da isser..


Wenn mich nicht alles täuscht dürfte dies DAS erste Foto von mir aus den USA sein...jej, partystimmung :)
                          

Dazu gleich mehr, davor allerdings noch eine kleine Anekdote: Woran erkennt man, dass man in den USA ist? Genau, daran, dass nach 5 min Gespräch nur noch von Jesus die Rede ist (nicht so langweilig deutsch ausgesprochen, sondern halt richtig amerikanisch, wie, wie...wie in diesem feschen Musikvideo hier)

Vorgeschichte dazu: Eine ziemlich coole Sache in Amerika ist, dass so einiges, wofür man in Deutschland so einiges an Geld ausgeben muss ist hier kostenlos, zum Beispiel eine Art Internetcafé in dem man dank USB-Steckdosen sein Handy aufladen und gleichzeitig kostenlos mit einem Apfelbrett im Internet surfen und via fb ein erstes Lebenszeichen senden kann. Nun ja, und dort benötigte eine Frau Hilfe, den Ton anzumachen, und so gerät man halt ins Gespräch. Ich als anonymer facebookoliker war allerdings faszinierter ein Lebenszeichen senden zu können als über irgendwas anderes zu reden, also hat das Gespräch eine mitreisende AFS-Partizipantin übernommen...nichtsahnend merke ich plötzlich, wie die Frau anfängt für "uns" zu beten..naja, Resultat des ganzen war dann das Gott mich liebt, ich mich von "bad girls" fernhalten soll und für meine AFS-Kollegin eine neue Reiselektüre in Form von Bibelversen, oder so ähnlich, naja, so weit, so murrica.

Zurück zum Flug, den ich mit 3 Worten versuche zusammenzufassen:

Fensterplatz, Sonnenuntergang, New York City....oder wie die Amerikaner (oder ich mittlerweile auch ständig) sagen würden: AWESOME!





Glaubt mir, in echt war es noch viel viel viel beeindruckender, genauso wie folgende Bilder, Amerika, oder eher gesagt, Atlanta bei Nacht! Die Fotos wirken lächerlich im Vergleich zu dem, was ich sehen konnte, nämlich ein riesiges Lichtermeer...naja, vielleicht kann man es wenigsten erahnen, die Kamera konnte nur die sehr hellen Lichter einfangen...aber alleine für diesen Flug lohnt es sich in die USA zu fliegen!




21:39 Uhr Ortszeit, oder wie es hier heißt: nayn sirty NEIN \piäm

Da war ich nun, Atlanta, 7.388,33km (Keine Sorge, die Zahl amerikanisiere ich nicht) entfernt von dem Ort, der mir bis jetzt eigentlich immer ziemlich lieb war.

Wie es dann weiter ging, nun ja, also....

Mittwoch, 20. August 2014

Soon...

Ich weiß ich weiß, der ein oder andere wird sich denken, dass ich jetzt aufhöre mit dem Blog bevor es wirklich interessant wird, das Problem ist eher im Moment dass ich "too busy" bin, deswegen nur ein paar kurze Worte ehe es spätestens am Wochenende mal wieder was ausführlicheres gibt.
Host Dad: Awesome
School: lang, anders, we will see, heute den ersten kompletten Tag gehabt, wird sich aber noch einiges ändern
House: Brilliant
City: Wow!
Irgendwas cooles bis jetzt: Donnerstag Ankunft, Freitag Bravesgame (Atlanta Braves - Baseballmannschaft)



Ein wenig früh vor dem Spiel um Menschenmassen zu fotografieren



Sonntag, 3. August 2014

T -11 Steckbrief Atlanta - Von "I have a dream" zu "Coca-Cola, Wonderbra"

Dass ich in 11 Tagen über New York City für 11 Monate nach Atlanta fliege, sollte nun eigentlich jede*r Leser*in mitbekommen haben (Ja, auch du..oder?), aber wer oder was ist dieses ominöse Atlanta überhaupt?

Wikipedia sagt dazu:"Atlanta ist die Hauptstadt sowie die größte Stadt des US-Bundesstaates Georgia"
Okay gut, nun wissen wir jedenfalls schon ein wenig, größte Stadt (420.000 im Stadtkern, 5,7 Mio Einwohner in der Metropolregion sprechen für sich) , Hauptstadt des "Pfirsichstaates" Georgia an der Ostküste der USA , klingt schon mal alles ganz gut, doch was hat Atlanta noch zu bieten außer die 57-fache Einwohnerzahl Hildesheims?

Noch bin ich zwar nicht da, aber das Internet sagt so einiges! Und ja, das Internet lügt nieeeeee..

In der Stadt, die sich auf von ehemaligem Gebiet von Cherokee- und Muskogeeindianern befindet, befinden sich neben dem größten Flughafen der Welt auch die Hauptzentralen einiger Weltkonzerne: UPS, CNN uuuuuund; Coca Cola inkl. der "World of Coca-Cola", eine Art Museum zur Geschichte der phosphorsäurehaltigen und dadurch in der Lage Fleisch aufzulösen und Blutflecken zu entfernen Allerweltsgetränk. Wie Rammstein so schön sagt:"We're all living in Amerika, Coca Cola, Wonderbra.."

Aber wen interessieren schon kapitalistische Großkonzerne, schließlich hat das republikanisch regierte Atlanta noch was ganz anderes zu bieten: Stone Mountain!
Okay, bei dem Namen hätten die Damen und Herren (damals vermutlich eher Herren) ruhig etwas kreativer sein können, aber hey, ändert nichts an der Tatsache dass sich in einem Vorort (mit demselben kreativen Namen) der angeblich größte Stein der Welt befindet. Ja, ihr habt richtig gelesen, eine Attraktion in Atlanta ist ein riesiger Stein! Für die Steinfetischisten unter euch: Aus Granit, der größte freiliegende Granitfels der Welt.
Klingt langweilig, sieht aber für meinen Geschmack aber echt eindrucksvoll aus, ich bin gespannt ob ich ihn mal in echt zu sehen bekomme.
Leider ist der Stein auch oft Treffpunkt des Ku-Klux-Clans, scheint als hätten auch in den USA diverse Rassisten ihre Finger überall mit im Spiel..-.-

Was gibts noch? Klar, Sport und egal ob American Football, Baseball oder Basketball, sie spielen allesamt in der ersten Liga. Zwar hab ich keine Ahnung von American Football, aber was nicht ist kann ja noch werden, und ich hoffe und glaube einfach mal, dass ich mir nichtsdestotrotz das ein oder andere Profispiel ansehen werde, allein schon wegen der Atmosphäre in den verschiedenen riesigen Stadien, die Atlanta zu bieten hat, unter anderem ein Olympisches (wen es interessiert: 1996).

Was ich selber für nen Sport machen werde weiß ich noch nicht genau, ich schwanke noch zwischen Baseball und Track&Field (Leichtathletik), für Basketball zum Beispiel bin ich vermutlich ein weeenig zu klein (1,72m, dazu gleich noch mehr). Ach ja, noch stellt sich ja die Frage eh noch nicht, erst mal noch 3 weitere Monate "Schonzeit" wegen meines Armes, grrr.

Wieso noch mehr zu meiner Größe? 
Naja, eine letzte "Attraktion" die ich euch vorstellen werde bzw. die mir ebenfalls vorgestellt wurde, ist das Georgia Aquarium, das seit neustem "nur noch" (Danke, China) drittgrößte Aquarium der Welt. Dieses bietet alles, was andere Aquarien auch zu bieten haben, und noch mehr (dagegen hat SeaLife eher was von Planschbecken): Belugawale mit einer Größe von ca 2,9 Jons, (Wer Bock hat sich diese Aquariumbewohner via Webcam anzusehen kann dies hier tun)
Mantarochen mit einer Größe von 5,2 Jons und auch Walhaie (die größten Haie der Welt) mit fast 6 Jons.
Auf schwimmen mit einem dieser Drei hab ich eher wenig Bock, wirke dagegen eher wie ein Snack für die.

„Montage Atlanta“ von United Statesman of English Wikipedia - Montage created from six images on Wikimedia Commons:File:Atlanta Skyline from Buckhead.jpg, by RaimeFile:185 Atlanta, GA.JPG, by Nashville96File:Atlanta Westin from Centennial Park.jpg, by FinavonFile:Worldofcocacola.jpg, by TheCustomOfLifeFile:Downtown atlanta night.jpg, by File Upload Bot (Magnus Manske)File:Turner field Braves.jpg, by UCinternational. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Montage_Atlanta.jpg#mediaviewer/Datei:Montage_Atlanta.jpg

Atlanta, eine warme Südstaatenstadt die es in sich hat: Durchweg warm, und wenn es dann doch mal schneien sollte, hat es sich das mit Schule und Stadtleben, Zustände wie bei der Deutschen Bahn, die jedes Jahr überrascht darüber ist, dass es im Sommer warm und im Winter kalt ist. Woher sollen die das auch wissen?
So gut, so langweilig. Spannender ist folgende Tatsache: Atlanta scheint nicht nur Touristen und große Firmen anzuziehen, sondern auch bei Tornados sehr beliebt zu sein (ja okay, das war flach). Ein gutes Beispiel scheint dafür der sogenannte "Atlanta Tornado Outbreak 2008" zu sein: Innerhalb von zwei Tagen sind in Georgia und den umliegenden Staaten im Frühjahr 2008 45 mehr oder weniger gefährliche Tornados entstanden, die verheerendsten ihrer Art in der Innenstadt Atlantas. Die Leute vor Ort scheinen aber zu wissen was zu tun ist im Fall der Fälle, für meinen Geschmack klingen "nur" zwei Tote vergleichsweise wenig. Zwar immer noch 2 zu viel, aber ich glaube ihr wisst was ich meine.

Eine letzte aus meiner Sicht wichtige Information, in der als kurz geplanten Übersicht, ist nicht, dass "The Walking Dead" in Atlanta spielt und auch dort gedreht wird, sondern die Tatsache, dass einer der wichtigsten Menschenrechtler und Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts aus der Stadt stammt. Wie der Titel bereits erahnen lässt, handelt es sich um niemand geringeren als Martin Luther King Jr., Friedensnobelpreisträger (auch wenn dieser Titel durch die Verleihungen der letzten Jahre ein wenig an Ansehen verloren hat), dank dem unter anderem der Civil Rights Act verabschiedet wurde, ein Gesetz zur (formellen!) Aufhebung der "Rassentrennung" in Amerika und dessen berühmten Worte "I have a dream..." euch hoffentlich nicht nur durch den jüngsten Songremix dieser Zeilen bekannt vorkommt. 



Genug der langen Worte, langsam aber sicher steigt dann doch trotz Allem ein wenig die Vorfreude auf diese vielfältige Stadt, und ich hoffe früher oder später von dem ein oder anderen genannten Ort und Ereignis berichten zu können....auf einen Tornado vor meiner Haustür kann ich allerdings verzichten. :)